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Vor den Augen Ihres Feindes feiern
(Feasting in the Presence of Your Enemy!)


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Von David Wilkerson
28. Februar 2000
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Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit l, du fllst mir reichlich den Becher (Psalm 23,5).

Unter all den herrlichen Verheiungen, die Gott uns im 23. Psalm gibt, ist diese Zusage die groartigste. Stellen Sie sich nur vor, was er hier fr uns zu tun verspricht: Er sagt, er wird uns einen Tisch decken, kstliche Speisen auftischen, sich eine Schrze umbinden und uns ein Festessen servieren. Und er tut das alles vor den Augen unserer Feinde.

Nun ist eines klar: Wenn Gott das Men zusammenstellt, handelt es sich nicht um ein gewhnliches Mahl. Das Wort fr Tisch in diesem Vers bedeutet so viel wie Festschmaus. Gott spricht hier nicht von einem kleinen Tellergericht. Er spricht von einem reich gedeckten Tisch einem regelrechten Festschmaus. Er breitet eine Palette kstlichster himmlischer Speisen nach der anderen vor uns aus, damit wir nehmen und essen.

Und es gibt an diesem Tisch nur einen einzigen Gast: Sie. Gott bereitet diesen Festschmaus fr jeden einzelnen Menschen vor, der Jesus Christus liebt und nach seinem Namen benannt ist.

Um eine Atmosphre des Feierns zu wecken, erklrt Gott das Mahl zu einer Zeit des Lachens, der Freude und des Gesangs. Er fordert Sie auf: Iss, trink und sei frhlich. Um zu lachen, bereitet man ein Mahl, und Wein erheitert das Leben (Prediger 10,19; Elberfelder).

Whrend Sie die kstlichen Speisen genieen, salbt Gott Sie mit dem l der Freude. Du salbst mein Haupt mit l (Psalm 23,5). ... darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem l der Freude wie keinen deiner Gefhrten (Psalm 45,8).

Und whrend Gott Ihr Festmahl vorbereitet und auftischt, lsst er Ihre Feinde am Rand des Geschehens dasitzen, wo sie alles beobachten knnen. Ihre Feinde sehen, wie der Herr selbst Ihnen die Speisen auftischt, Sie an den gedeckten Tisch fhrt und das Essen serviert. Dann schauen sie zu, wie Sie Ihre Seele mit dem kstlichen Proviant des Himmels fllen. Ich sage Ihnen, keine dmonische Macht, einschlielich des Teufels, knnte diese Art von Liebe, Barmherzigkeit und Gnade je begreifen.

Was fr ein unglaublicher Anblick knnen Sie es sich vorstellen? Ihre Feinde sind schockiert. Schlielich waren sie sicher, dass Gott Sie wegen Ihres Versagens vernichten wrde, und hatten sich schon darauf gefreut, hmisch mitanzusehen, wie Sie ins Verderben strzen. Doch nun wurde ihnen auferlegt zuzuschauen, wie Sie all die Speisen genieen, die Gott selbst Ihnen auftischt. Ihre Feinde sind gezwungen zu beobachten, wie der Herr Ihnen dient, Sie ernhrt und Sie mit dem l der Freude salbt.

Jesus sagt uns, dass der Vater dies fr jedes seiner Kinder tut: Selig sind die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt. Amen, ich sage euch: Er wird sich grten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen (Lukas 12,37).


Bevor wir ber den Tisch des Herrn sprechen,
mssen wir errtern, wer unsere Feinde sind.


Aus biblischer Sicht gibt es zwei Arten von Feinden: dmonische und menschliche. Hier im 23. Psalm spricht David von dmonischen Feinden. Gemeint sind also der Teufel und alle seine Frsten und Mchte der Hlle.

Jesus sagte: Der Feind ... ist der Teufel ... (Matthus 13,39). Bei den mchtigen Feinden, von denen David in Psalm 18 spricht, handelte es sich um die dmonischen Heerscharen, die ihn wegen seiner Treue zum Herrn hassten: Er entriss mich meinen mchtigen Feinden, die strker waren als ich und mich hassten (Psalm 18,18).

Doch viele unserer Feinde sind nicht von der Hlle. Als Jesus uns aufforderte, unsere Feinde zu lieben, meinte er ganz bestimmt nicht den Teufel mit seinen dmonischen Mchten. Er sprach von Menschen in Ihrem Leben, die Satan als Werkzeug benutzt, um Sie zu bedrngen. Es waren die menschlichen Feinde Davids, die ihn schreien lieen: Herr, entrei mich den Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht (Psalm 143,9).

Vielleicht haben Sie nur wenige menschliche Feinde, weil Sie sich in einem kleineren Umfeld bewegen. Oder Sie haben eine Flle von Feinden, weil Ihr Einflussbereich grer ist. Auf jeden Fall werden Sie, wenn Sie Jesus von ganzem Herzen nachfolgen, vielen Menschen ein Ansto sein. Und sowohl Unglubige als auch fleischlich gesinnte Christen werden Ihnen Widerstand leisten.

Auerdem werden Sie zur Zielscheibe Satans und seiner bsen Geister. Ihr Widersacher, der Anklger, wird Sie krperlich und geistlich angreifen. Und er wird Ihre menschlichen Feinde anstacheln, Ihnen Schwierigkeiten zu machen.

Auf diesem Hintergrund ist der bernatrliche Festschmaus, den der Herr Ihnen bereitet, noch erstaunlicher weil beide Gruppen von Feinden dasitzen und zuschauen mssen, was der Herr Ihnen gibt. Auf der einen Seite sitzen der Teufel und seine Dmonen, auf der anderen Seite alle Ihre irdischen Feinde. Und mittendrin giet der Herr sein l der Freude ber Ihnen aus.

Auf der dmonischen Seite tobt der Teufel, weil er sicher war, Sie in der Hand zu haben. Und auf der anderen Seite berhuft Gott Ihre Feinde mit Schande. Sein Wort sagt ber den Gerechten: Ich bedecke seine Feinde mit Schande; doch auf ihm erglnzt seine Krone (Psalm 132,18). Gott gibt uns hier zu verstehen: Deine fleischlichen Feinde dachten, du wrest am Ende. Aber nun knnen sie nur fassungslos staunen, wie ich dich ernhre und segne.

Whrend Sie zugreifen und die herrlichen Speisen genieen, beugt der Herr sich vor und flstert Ihnen ins Ohr: Du brauchst ber keinen dieser Feinde beunruhigt zu sein. Sie werden nichts gegen dich unternehmen. Schmieden sie auch bse und listige Plne, richten sie doch nichts aus gegen dich (Psalm 21,12).

Gott gibt Ihnen tatschlich jede gttliche Zusicherung. Und schlielich werden Sie singen knnen: Nun kann ich mein Haupt erheben ber die Feinde, die mich umringen. Ich will Opfer darbringen in seinem Zelt, Opfer mit Jubel; dem Herrn will ich singen und spielen (Psalm 27,6).


Gott deckt Ihnen diesen Tisch nicht nur in Ihren Zeiten des Sieges,
sondern besonders in Zeiten der Niederlage.


Oft benutzten die Puritaner den Ausdruck von Snde berrascht, wenn sie von Zeiten sprachen, in denen man nicht damit rechnete zu sndigen. Doch pltzlich bricht der Feind herein wie eine Flut und Sie sind berwltigt. Etwas kommt ber Sie eine alte Begierde oder Angewohnheit, die Sie berwunden zu haben glaubten und Sie kommen zu Fall.

Zwar bereuen Sie Ihr Handeln rasch, tun Bue und trauern ber Ihre Snde. Aber dann verurteilen Sie sich selbst und verstricken sich in Schuldgefhle und Verwirrung. Sie denken: Wie konnte ich nur zulassen, dass das wieder passiert? Und wenn Sie in Gottes Gegenwart treten wollen, fhlen Sie sich beschmt und bedrckt. Sie sagen sich: Ich brauche etwas Abstand vom Herrn, bis ich das geklrt habe. Ich muss es irgendwie in Ordnung bringen. Ich muss ihm beweisen, dass ich es nicht so gemeint habe.

An diesem Punkt lauert Ihr Anklger, der Teufel, wie ein hungriger Lwe. Er ruft Ihnen jede Bibelstelle ber Gottes Hass gegen die Snde ins Gedchtnis. Er erinnert Sie an biblische Warnungen davor, gegen das Licht zu sndigen. Und er macht Ihnen Gottes Missfallen an allen bewusst, die im Alten Testament zu Fall kamen. Dann flstert er Ihnen zu:

Sieh dir an, wie Gott seinen Geist von allen wegnahm, die in Snde fielen. Und du hast jetzt genauso gesndigt. Er hat seinen Geist vllig aus deinem Leben zurckgezogen. Du bist ein Scheinheiliger, ein Heuchler du praktizierst nicht, was du predigst. Und am Tag des Gerichts werden deine eigenen Worte dich verdammen.

Geliebte Mitchristen, der Teufel wei nie, was aus dem Versagen eines Christen werden wird. Er wei nicht, wie Sie reagieren werden, nachdem Sie in Snde gefallen sind, oder wie Gott auf Ihre Snde reagieren wird. Satans grte Angst ist, dass Sie direkt zu Gottes Barmherzigkeit und Vergebung fliehen.

Deshalb versucht der Feind alles, was in seiner Macht steht, damit Sie die Verheiungen des Bundes Gottes nicht verstehen. Er will Sie unter das Gesetz zurckbringen, wo Ihr Gewissen Sie verdammen wird. Er will Ihnen einreden, dass Sie fr Ihr Versagen bezahlen mssen. Er will erreichen, dass Sie in Trauer und Scham versinken und versuchen, sich das Wohlwollen Gottes neu zu verdienen.

Nein, diesen Weg hat der Herr nie fr das Herz eines Menschen vorgesehen, der zur Bue bereit ist. Sehen Sie, gerade wenn Sie denken, dass Sie Gottes Zorn und Strafe verdient haben, ruft der Herr Sie zu einem Fest. Und whrend Ihre Feinde sich hmisch zurcklehnen, um Sie unter dem gttlichen Gericht leiden zu sehen, berrascht der Herr Ihre Feinde und Sie mit einem reich gedeckten Tisch. So behandelt Gott seine Kinder, wenn sie Bue tun.

Nehmen wir ein Beispiel: Denken Sie an einen Gemeindeltesten, einen gottesfrchtigen Mann, der jeden Tag betet, Gottes Wort erforscht, seine Frau achtet und ein liebender Vater ist. Alle vergangenen Snden dieses Mannes sind durch das Blut Jesu vergeben. Sein frherer Jhzorn ist durch die Kraft des Heiligen Geistes berwunden. Und nun handelt dieser freundliche, umsichtige und rcksichtsvolle Mann in der Weisheit Gottes.

Aber eines Tages bricht der Feind wie eine Flut ber ihn herein. Der Mann erlebt einen schrecklichen Tag an seinem Arbeitsplatz und verlsst sein Bro mit niedergeschlagenen Gedanken. Auf dem Heimweg versucht er zu beten und denkt: Herr, ich mchte einfach nur nach Hause, mich auf die Couch legen und dir danken, dass dieser Tag vorber ist.

Zur gleichen Zeit hatte auch seine Frau einen schlimmen Tag. Alles lief schief und die Kinder waren auer Rand und Band. Jetzt wartet sie angespannt auf die Rckkehr ihres Mannes, damit er mit den Kindern ein Wrtchen redet.

Sobald der geplagte Mann durch die Tr kommt, luft seine Frau auf ihn zu und redet sich alle Probleme des Tages von der Seele. Aber er ist selbst viel zu belastet, um zuhren zu knnen und sagt ihr, dass er nichts davon hren will. Darauf ist sie noch frustrierter. Sie beginnen zu streiten und pltzlich bricht ein Damm. Im nchsten Augenblick schreien sie sich an, schimpfen und reien alte Wunden wieder auf. Sie werfen einander bse Worte an den Kopf, die verletzen sollen.

Wie aus heiterem Himmel platzt dem Mann der Kragen. Er wirft mit bsen Worten um sich und flucht sogar. Seine Frau schreckt entsetzt zurck: Ist das die Art, wie ein Mann Gottes mit seiner Frau spricht? Ist das die Art, wie ein Gemeindeltester redet, den alle anderen fr ach so heilig halten? Was fr eine Heuchelei!

Im Zorn kehrt der Mann seiner Frau den Rcken und strmt hinaus. Aber drauen ist er erschttert und verwundet; seine Seele versinkt in Scham und Reue. Er beginnt, innerlich zu schreien: Gott, wie konnte das passieren? Mein Herz muss so bse sein. Jetzt reagiere ich meinen Frust schon an meiner eigenen Familie ab.

Selbst der hingegebenste Christ wird von solch unerwarteten und berwltigenden Situationen berrascht. Und manchmal erleben wir das gerade nach den grten Siegen. Wie Adam mchten wir uns dann vor Gott verstecken. Wir denken, dass er zornig gegen uns ist und dass Satan in unserem Leben Fu fassen konnte. In unserer Verwirrung fallen wir in den alten Trott von Rmer 7 zurck: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse (Rmer 7,15)

Pltzlich denken wir: Wie kann ich mir anmaen, anderen zu dienen, wenn ich selbst so bse bin? Oh, Gott, wie lange werde ich brauchen, bis ich diesen Schmutz abgewaschen habe und mich wieder heilig fhle?

In diesem Moment ldt der Herr uns ein: Komm zum Fest. Du brauchst keinen Abstand von mir. Setz dich hier her und schmecke von meiner Barmherzigkeit. Ich mchte, dass du an meinem Tisch ein Festmahl hltst, vor den Augen deiner Feinde.


Wie verhlt sich Gott zu seinen Kindern,
wenn sie von Snde berwltigt werden?


Jesus beantwortet diese Frage im Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieser junge Ausbrecher war von Snde berwltigt und verausgabte alles, was er hatte, fr seine Begierden. Schlielich endete er regelrecht in der Knechtschaft und musste Schweinefutter essen. Und er dachte: Ich habe so schrecklich gesndigt, dass mein Vater mich nie wieder so annehmen kann wie frher. Sicher werde ich irgendwie fr alles bezahlen mssen.

Die ngste dieses Sohnes hielten ihn zuerst davon ab, zu seinem Vater zurckzukehren. Doch in Wirklichkeit war sein Vater nie zornig auf ihn. Er sehnte sich einfach nach der Rckkehr seines Sohnes. Als der verlorene Sohn schlielich vllig verzweifelt war und das ganze Ausma seines Irrwegs zu spren bekam, dachte er an den berfluss im Haus seines Vaters. Und in seiner Verzweiflung kehrte er nach Hause zurck.

Wie reagierte der Vater? Er lief seinem Sohn von weitem entgegen, umarmte und ksste ihn und vergab ihm, ohne auch nur eine Frage zu stellen. Die Bibel sagt uns: Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und frhlich sein (Lukas 15,22-23).

In den eigenen Worten Jesu wird uns hier beschrieben, welche Einstellung der Vater im Himmel zu seinen Kindern hat: Unmittelbar nach unserem Versagen tischt der Herr uns ein Festmahl auf und salbt uns mit dem l der Freude. Sehen Sie, Gott schaut auf das Herz und in demselben Augenblick, in dem er unser Herz nach Vergebung schreien hrt, breitet er das Festmahl vor uns aus. Er sagt uns: Laufe nicht vor mir weg. Wlze dich nicht im Schweinestall des Teufels, indem du seine Lgen glaubst. Ich liebe dich nun komm und schau, was ich fr dich vorbereitet habe.

Der erste Segen, den Sie auf Ihrem Teller finden werden, ist augenblickliche und bedingungslose Vergebung. Wenn wir unsere Snden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Snden und reinigt uns von allem Unrecht (1. Johannes 1,9). Sobald wir Bue tun, beendet Gott die ganze Angelegenheit unserer Snde. Er lsst alle Anklagen gegen uns fallen und wirft unsere bertretungen weit von seinem Angesicht weg.

Auerdem will er kein Wort mehr ber unsere Snde hren. Er gibt uns zu verstehen: Ich habe es berwunden nun lsst du es hinter dir zurck. Ich halte dir nichts mehr vor. Ich habe alles begraben. Nun freue dich in meiner Erlsung, Barmherzigkeit und Gnade. Sei frhlich.

Sobald wir die Vergebung des Vaters angenommen haben, ldt er uns ein, von allem zu nehmen, was sein Festmahl uns anbietet: Gnade, Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Sanftmut, Erbarmen, unverdiente Liebe, Frieden, Ruhe, Freude, Frhlichkeit und erfrischende Quellen der Erneuerung durch den Heiligen Geist.

Wo wir davon sprechen, die Herrlichkeit Gottes zu erleben: Gerade, wenn Sie mit Gericht und Strafe rechnen, ldt der Herr Sie zu einem Festmahl seiner Barmherzigkeit und Gnade ein. Herr, du bist gtig und bereit zu verzeihen, fr alle, die zu dir rufen, reich an Gnade (Psalm 86,5). Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. Denn gro ist ber mir deine Huld (Vers 13).

Ich wei, wie es ist, Gottes Gericht zu erfahren, nachdem ich gesndigt habe. Ich frage mich: Werde ich in meinem Krper angegriffen werden? Wird eines meiner Kinder leiden? Wird meine Frau wieder krank werden? Gott, wie wirst du mich strafen fr das, was ich getan habe?

Doch augenblicklich deckt der Herr mir einen festlichen Tisch vor den Augen meiner Feinde. Wer sind in diesem Fall meine Feinde? Es sind teuflische Widersacher der Angst, Depression, Verwirrung, innerer Kmpfe und satanischer Lgen. Deshalb tue ich sofort Bue und ergreife die Verheiungen Gottes in seinem Bund. Und ich rufe mir selbst in Erinnerung: David, du musst nicht weinen, um zu beweisen, dass es dir Leid tut. Alles, was du tun musst, ist, zu bekennen, Bue zu tun und dich auf das Wort deines Vaters zu stellen. Und dann geh zum Fest und freue dich vor den Augen aller deiner Feinde.

So sitze ich am Tisch des Herrn und mein Hirte Jesus gibt mir zu essen. Er richtet meine Seele wieder auf, indem er mich mit seiner Barmherzigkeit, Vergebung und liebevollen Gte speist. Dann lsst er mich an stillen Wassern ruhen und zeigt mir eine Schriftstelle nach der anderen ber seine Liebe. Ich spre, wie die Gnade Gottes meine Seele durchflutet. Und Trnen der Freude splen alle Schuldgefhle, ngste und Befrchtungen hinweg.

Whrend ich diese unglaublichen Segnungen erfahre, sind meine Feinde gezwungen, in vlliger Niederlage daneben zu sitzen und zuzuschauen. Und schlielich hre ich sie flstern: Er hat das Geheimnis gelernt er vertraut auf die Verheiungen Gottes. Ziehen wir weiter.


Betrachten wir nun, wie ist es,
das Festmahl vor den Augen menschlicher Feinde zu feiern


Die Verheiung in Psalm 23 bezieht sich sowohl auf dmonische als auch auf menschliche Feinde. Und der Herr mchte, dass wir sogar vor unseren menschlichen Feinden feiern vor Menschen, die zu Werkzeugen Satans geworden sind, um uns nachzustellen.

Lassen Sie mich das durch einen Brief veranschaulichen, den unsere Organisation erhalten hat. Eine liebe Christin spricht darin von ehelichen Schwierigkeiten mit ihrem unglubigen Ehemann. Dieser Mann fhlt sich durch den heiligen Lebensstil seiner Frau verurteilt und begann daher in der jngeren Vergangenheit, ausfallend zu werden, sie zu bedrngen und ihr Schimpfworte an den Kopf zu werfen.

Krzlich kam er betrunken nach Hause. In einem Wutanfall presste er seine Frau gegen die Wand und schrie ihr ins Gesicht: Du Jesus-Spinnerin du bist ja verrckt. Ich habe dein Gepredige satt. Ich will kein Wort mehr davon hren. Du bist auch nicht besser als ich. Und so ging es weiter mit teuflischen Beschimpfungen und endlosen Anklagen gegen sie.

Allmhlich stieg Zorn in ihr auf. Alles in ihr wollte aufbegehren und die vielen Gemeinheiten ihres Mannes beim Namen nennen. Doch stattdessen schloss sie die Augen und betete schweigend: Heiliger Geist, hilf mir.

Die Gnade Gottes berstrmte sie und sie wurde von bernatrlichem Frieden erfllt. Sie schaute ihren Mann nur liebevoll an und sagte gar nichts. Als er sah, dass sie nicht reagieren wrde, lie er sie los und stapfte hinaus, um sich vor den Fernseher zu setzen. Whrenddessen ging sie still ihrer Hausarbeit nach und empfand Frieden und Freude in ihrem Herzen. Sie speiste am Tisch des Herrn und strkte sich mit der Gnade, Geduld und Hoffnung, die Gott vor ihr ausgebreitet hatte.

Vielleicht mssen Sie eine stressige Situation am Arbeitsplatz bewltigen. Vielleicht haben Ihre Kollegen Sie betrogen und Sie mit bler Nachrede und Lgen bei Ihrem Chef in ein schlechtes Licht gerckt. Den ganzen Tag waren Sie bekmmert ber die gemeine Rcksichtslosigkeit, mit der Ihre Kollegen Sie verletzt haben.

Geliebte Mitchristen, Jesus ruft Sie, vor den Augen Ihrer Feinde an seinen Tisch zu kommen. Er erinnert Sie daran, dass Sie auch unter den schwierigsten Umstnden immer zu Gottes Verheiungen Zuflucht nehmen knnen. Keine Waffe wird etwas ausrichten, die man gegen dich schmiedet (Jesaja 54,17). Ihr Vater deckt Ihnen schon den Tisch und er mchte Sie mit seiner Gnade und Barmherzigkeit fllen.


Es ist mglich,
den Tisch des Herrn durch Unglauben zu versumen.


Als Israel aus gypten herauskam, verpassten sie alle Festmahle, die Gott fr sie vorbereitet hatte. Nach ihrer Befreiung erhielten die Israeliten von Gott das Gebot, im verheienen Land jedes Jahr das Fest der ungesuerten Brote zu feiern. Das bedeutete, dass sie sechs Tage lang ungesuertes Brot essen und am siebten Tag ein Fest feiern sollten.

Gott hatte fr Israel noch mehrere andere Feste geplant herrliche Zeiten, in denen die ganze Nation sich im Herrn freuen, seine Gegenwart genieen und seine Salbung empfangen sollte. Ihr Tisch sollte mit guten Dingen berladen sein: Milch, Honig, l, Trauben, Getreide und Fleisch.

Eines dieser Feste sollte ein Fest der Erstlinge sein. Dann sollst du frhlich sein und dich freuen ber alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat (5. Mose 26,11). Der Herr sagte seinem Volk: Ich mchte, dass ihr euch ber alles freut, was ich euch gegeben habe. Diese Zeit soll euch die Gelegenheit geben, zu lachen, zu singen und euch an alles zu erinnern.

Auerdem wies Mose die Leiter Israels an, das Passahfest zu feiern. Dieses Fest sollte ihnen die Gelegenheit geben, ihre Kinder zu lehren: An diesem Tag erzhl deinem Sohn: Das geschieht fr das, was der Herr an mir getan hat, als ich aus gypten auszog (2. Mose 13,8). Jeder Vater sollte seinem Sohn erzhlen: Dieses Fest ist dazu da, unsere Befreiung zu feiern. Wir freuen uns, weil Gott uns aus gypten befreit hat.

Bei jedem Fest forderte der Herr Israel auf: Freut euch. Seid frhlich und singt. Alle Feste sollten heilsame und befreiende Zeiten sein, die Gte und Barmherzigkeit Gottes fr sein Volk zu feiern.

Aber die Bibel berichtet nur von einem Fest, das whrend der Wanderung durch die Wste gefeiert wurde. Dieses Fest fand am ersten Jahrestag der Befreiung Israels aus gypten statt. Danach wurden die gebotenen Feste offenbar vergessen.

Das entsprach nicht den gttlichen Absichten fr Israel. Seine Absicht war es, die Israeliten im verheienen Land wohnen zu lassen, wo sie alle Mittel und Mglichkeiten hatten, die Feste zu feiern. Aber aufgrund ihrer Snde blieben sie in der Wste. Und ihre einzige Nahrungsquelle waren etwas Getreide, das sie aus gypten mitgebracht hatten, und das Manna vom Himmel, mit dem Gott sie versorgte.

Knnen Sie sich vorstellen, was ein israelitisches Kind bei dem einen Fest gedacht haben muss, das Israel in der Wste feierte? Es hatte morgens, mittags und abends nur Manna gegessen, solange es sich erinnern konnte. Und nun sah es bei den Vorbereitungen, dass es beim Fest wieder Manna geben wrde. Daraufhin fragte es seinen Vater: Papa, was ist das fr ein Fest?

Sein Vater antwortete: Es ist das Fest der ungesuerten Brote, Junge. Wir feiern unsere Befreiung aus gypten. Es ist eine Zeit der Freude ber die Freiheit, die Gott uns geschenkt hat.

Der Junge ist verdutzt. Freude ber die Befreiung? Alles, was er von seinen Eltern je zu hren bekam, war Murren und Klagen und Unglaube. Und mehrmals hatte er gesehen, wie sie sich in ihr Zelt schlichen, um die kleinen Gtzen anzubeten, die sie heimlich aus gypten mitgebracht hatten.

Da fragt der Junge seinen Vater: Nennst du das etwa Befreiung? Worber sollen wir uns denn freuen? ber die drre Wste? Wir kennen doch nichts anderes als diese langweilige Eintnigkeit. Warum mssen wir das mit noch mehr Manna feiern? Warum leben wir nicht dort, wo man all die guten Sachen bekommen kann?

Leider versumte Israel es stndig, die Feste des Herrn zu feiern. Die Bibel sagt: Und wir sehen, dass sie wegen ihres Unglaubens nicht hineinkommen konnten (Hebrer 3,19).

Ich frage mich, wie viele Teenager heute nur den Unglauben einer lteren Generation sehen, die behauptet, von Snde befreit worden zu sein. Wie viele Kinder in christlichen Familien sagen: Papa, Mama, das nennt ihr Befreiung? In unserer Familie herrscht doch keine Freude. Unser Haus ist voll von Auseinandersetzungen und Konflikten. Und alles, was ich mitbekomme, sind Klagen und Geschwtz. Hier herrscht eine Atmosphre wie in einer Friedhofskapelle.

Kein Wunder, dass so viele Teenager dem Herrn heute nicht nachfolgen. Ihre Eltern wandern geistlich immer noch durch die Wste. Sie sind nie in Gottes Verheiungen des Bundes eingetreten. Sie wissen gar nicht, was es heit, sich zu freuen und zu feiern, weil sie nie zum Fest gehen.

Fhren Sie ein Leben der geistlichen Stagnation? Fhlen Sie sich stndig belastet leben immer nur einen Tag nach dem anderen in stndiger Angst, ohne je wirklich Freude am Leben mit dem Herrn zu finden? Lassen Sie mich fragen: Haben Sie das alles nicht endlich satt? Sagen Sie sich nie selbst: Ich wei, dass Jesus mich errettet und mir ein neues Leben gegeben hat. Also warum geniee ich nicht einfach sein Fest? Wo ist das Freudenl, das er fr mich hat?

Sie mssen einen Schritt des Glaubens gehen. Schwanken Sie nicht im Blick auf Gottes Verheiungen, sondern ergreifen Sie sie. Und seien Sie absolut gewiss, dass er fhig ist zu erfllen, was er verheien hat. Der Heilige Geist antwortet nur auf Glauben. Er reagiert nicht auf Ihre zahllosen Trnen oder auf Ihre Versprechungen, es besser zu machen. Vielleicht sind diese Dinge Teil Ihrer Bue. Aber nur Glauben fhrt zur Antwort des Herrn. Glaube veranlasst ihn, zu handeln und seine Herrlichkeit in Ihr Leben zu bringen.

Nehmen Sie also die Liebe und Vergebung Ihres Vaters an. Sie haben ein Recht auf das Fest und kein Dmon der Hlle kann es Ihnen rauben. Glauben Sie, was Gottes Wort Ihnen verspricht und nehmen Sie den Platz an seinem himmlischen Tisch ein, den er Ihnen gibt.

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